Green Wiesen

Aufgrund seiner Lage war der Naturaspekt integraler Bestandteil der Gründungsphilosophie der Wiesen-Festivals und trägt bis heute nicht unwesentlich zur Attraktivität und Besonderheit Wiesens bei. Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, wurden schon früh zahlreiche Schritte gesetzt, um die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten.

Wasser

Ein wichtiger und schon relativ früh umgesetzter Punkt unseres Ökokonzeptes ist die Reduzierung des Wasserverbrauches. Beim Neubau unserer Besucher-WCs im Jahr 1997 haben wir ein 54.000 Liter fassendes Regenwasser-Sammelbecken unter dem Sanitärgebäude geschaffen. Das darin aufgefangene Regenwasser wird für die WC-Spülungen und die Rasenbewässerung verwendet. Außerdem optimieren wir die Bewässerung unserer Grünflächen mit Hilfe von Reglern, Zeitschaltuhren und Bodenfeuchtigkeitsmessungen.

Energie

Um Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren, wurde 2013 auf dem begrünten Dach der Gastronomiehalle eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10kWpeak installiert. Seit Inbetriebnahme (Stand: 08.09.2015, 15:00 Uhr), wurden 20.845 kWh erzeugt, der Umwelt wurden dadurch über 12 Tonnen CO2 erspart. Der hohe Stromverbrauch während der Veranstaltungstage kann damit zwar nicht gedeckt werden, aber die vorhandene Anlage unterstützt die Vor- und Nachbereitungsphasen.
Die zweite Anschaffung, die sich solare Energie zu Nutze macht, ist unsere thermische Solaranlage. Für die Warmwasseraufbereitung sind vier Stück Vakuumröhren-Kollektoren mit einer Leistung von 12 kW in Betrieb. Das gesamte Warmwasser für Küche, Waschmaschine, Handwaschbecken, Duschen und Becherwaschanlage wird so erwärmt.

Licht

Das gleiche System, das uns hilft, unseren Wasserverbrauch sparsam zu verwalten, steuert auch unsere Beleuchtung, die zu 90% aus energieeffizienten Leuchtmitteln (LEDs und Energiesparlampen) besteht.
Begrünte DächerAuf einer Dachfläche von ca. 1.500 m2 blühen heimische Pflanzen und bieten Insekten und Kleinlebewesen einen natürlichen Lebensraum. Die bepflanzten Dächer dämpfen Lärm, halten die Gebäude kühl, vermeiden den Einsatz von Klimaanlagen und sparen weitere CO2 Emissionen.

Mülltrennung und Müllvermeidung
Um die Müllmengen zu senken, werden Mehrwegbecher verwendet, die mit einer Becherwaschanlage vor Ort gereinigt und wieder verwendet werden. Das Becher- und Dosenpfand hilft außerdem dabei, den Müll zu trennen und anschließend den Recyclingstationen zu übergeben.Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben verwenden wir Mehrweggebinde, die den Lebensmittelproduzenten wieder zurück gegeben werden. Auch bei den Getränken setzen wir auf Mehrweg. Wir verwenden Fässer und Container sowie Pfandflaschen und Konzentrate, die vor Ort abgemischt werden. Soda wird am Festivalgelände direkt produziert. All das spart Transportwege und Verpackung.Beim Einkauf unserer Einwegteller achten wir darauf, dass sie entweder kompostierbar oder aus erneuerbaren und recycelten Materialien bestehen.
Upcycling

Seit Anfang der 80er Jahre haben wir im Backstagebereich ein paar ganz besondere Relikte untergebracht: vier ausrangierte Eisenbahnwaggons wurden zu Künstlergarderoben umfunktioniert. Nachdem wir die verschiedenen nostalgisch anmutenden ÖBB-Beiwagen jahrelang mit ihrer Originaleinrichtung verwendet haben, wurden sie vor einigen Jahren innen neu eingekleidet. Äußerlich haben sie aber nichts von ihrem Charme verloren.

Messen, Verstehen, Verbessern

Um Energie und Ressourcen einzusparen, muss man vorher analysieren und verstehen, wo genau Energie verbraucht wird. Mit den EE Music IG Tools (https://eemusic.ig-tools.com) haben wir einen CO2-Kalkulator bei der Hand, der speziell für Venues- und Open Air-Veranstaltungen konzipiert wurde. Er hilft uns, unseren Energieverbrauch zu messen, zu verstehen und unsere Energieeffizienz mit den Werten anderer Festivals europaweit zu vergleichen. So können wir effektive Energieverwaltungsstrategien entwickeln. Neben dem Energieverbrauch werden auch Faktoren wie Wasser, Müll und Besucheranreise berücksichtigt.